Archiv
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Über das Geniessen in Zeiten des Neoliberalismus*
«Es gibt nach wie vor eine grosse narzisstische Arbeitsteilung, die ich in keinem Gleichstellungsprogramm thematisiert sehe.» – Ein Gespräch mit Tove Soiland über das Geniessen in Zeiten des Neoliberalismus, die patriarchale Dividende und die Psychoanalyse als subversive Praxis. *** Heute werden wir ständig dazu aufgefordert zu konsumieren, unser Leben zu geniessen, uns selbst zu verwirklichen.…
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Achim Szepanski: Kapitalisierung Bd. I und II
Während die Menschen noch immer meinten, sie seien in ihren Entscheidungen frei und autonom – zumindest, wenn sie sich genug selbst reflektieren würden – war dieser kümmerliche Rest an Reflexivität doch nur ein Mittel, um ihnen ein geringes Gefühl an Würde zu lassen, das bei dieser arroganten Spezies nun einmal als Selbsttäuschung nötig ist, um…
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Der „deutsche Hegemon“ und die „griechische Gefahr“: Über Recht und Gewalt in der EU
Die Berichte über syriza vor und nach den Wahlen 2015 in Griechenland sind von einer eigenartigen Schärfe, wo sie drohen, und einer grossen Empathie, wo sie hoffen. Dahinter steht die angesichts der anhaltenden Krise in Europa immer dringlichere Frage, die Slavoj Zizek in seinem Büchlein über das Ereignis formuliert hat: Inwieweit kann in der heutigen…
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Klaus Sorgo über Max Horkheimer: Zur Kritik der instrumentellen Vernunft
Lieber spät als nie, dachte ich, als ich vor kurzem den 1967 ins Deutsche übersetzten Text gelesen hatte. Bei seinem Erscheinen vor fünfzig Jahren hätte er mein Denken entscheidend verändern können. Doch dieses war noch nicht reif für einen Wandel. Die Kritische Theorie der Frankfurter Schule war mir damals zwar keine Unbekannte. Aber man kann…
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Bettina Haidinger, Käthe Knittler: Feministische Ökonomie
Mit ihrem INTRO- Band in der Edition Kritik&Utopie haben die Österreicherinnen Bettina Haidinger und Käthe Knittler eine anregende und wohlproportionierte Einführung in das Themengebiet der feministischen Ökonomie vorgelegt. Eingestiegen wird mit einem kurzen inhaltlichen Abriss feministischer Ökonomie: Es gehe ihr seit den 1970er-Jahren vornehmlich darum, den unbezahlten Teil der Ökonomie, die spezifische Situation von Arbeitgeber-…
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Wirtschaftsdemokratie – Speerspitzen ins Fleisch der bürgerlichen Gesellschaft
Nach 33 Jahren journalistischer Tätigkeit in Lateinamerika bin ich 2002 in die Schweiz zurückgekehrt. Seither versuche ich, den Fokus der Beobachtung des politischen Geschehens Schritt für Schritt zu erweitern, ohne meinen früheren Lebensraum aus den Augen zu verlieren. Bei dieser Suche stiess ich auf die «Humane Wirtschaftsdemokratie» von Ota Sik, der 1968, in den Zeiten…
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Die Bildung, der neue Lehrplan und die SP
Der neue Lehrplan ist ein umfangreiches und phasenweise widersprüchliches Werk, der daher auch oft gelobt und oft kritisiert wird. Wie jeder Lehrplan hat auch dieser seine starken und seine problematischen Seiten und wie mit jedem Lehrplan wird man auch mit diesem je nach Haltung und Rahmendbedingungen besseren oder schlechteren Unterricht halten können. Doch um diese…
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Der Tod des Philosophen. Zum 25. Jahrestag des Massakers an der UCA (San Salvador)
Seit der Hinrichtung von Sokrates gehört der heimtückisch oder durch ein Gerichtsurteil angeordnete und brutal exekutierte Tod von Philosophen zur Geschichte des Denkens. Mögen jeweils die Umstände und Anlässe, die Nutzniesser und Opfer verschieden gewesen sein; in jedem dieser Fälle stellt sich das Erschrecken über die Erkenntnis ein, dass mit der Ermordung und damit der…
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Armen Avanessian: Überschrift. Ethik des Wissens – Poetik der Existenz
I mention I am quitting to a friend, this after we have spent a long time bitching about the state of the university and our students. She recoils. As though I have slapped her. We can complain – that’s part of our affective duty. But to leave is unthinkable. It is unthinkable in a place…
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Sozialkapitalismus und Krise. Von der inneren Landnahme zu äußerer Dominanz*
»Europa befindet sich in seiner wohl schwersten Krise seit 1945. Eine wachsende Zahl historisch versierter Zeitgenossen sieht sich bereits an die Lage vor 1933 erinnert.« (Claus Offe 2013) Vergleiche mit der Zeit vor 1933 mögen als Überdramatisierung erscheinen und doch bringen sie die Lage in Europa auf den Punkt. Verlangte die Europäische Idee ursprünglich den…
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Giaco Schiesser über Oskar Negt/Alexander Kluge: Geschichte und Eigensinn
Schon Gestaltung und Haptik des Buches kündeten 1981 von Erweiterung, Bruch und Transformation ineins: gediegener dunkelblauer Umschlag, Autorennamen und Buchtitel in Goldprägedruck, 1283 Dünndruckseiten, rosa-orange, an die Eleganz und Griffigkeit der Gazzetta dello Sport erinnernd. Die protestantisch-nüchterne MEW-Ausgabe der DDR wurde hier ernstgenommen und ironisch-subversiv unterlaufen: Lust auf Ökonomie, Bedürfnis/Wunsch und Ästhetik verkündete alleine schon…
